Arschbacken

„Ich habe nur eine Küche, weil sie mit dem Haus kam“, habe ich heute gelesen und musste sofort an dich denken. Es stimmt schon, die Küche müsste es in meinem Leben nicht geben. Der Kühlschrank könnte in der Wohnstube stehen oder in der Diele und zum warmen Sonntagsessen könnte ich auch zu meinen Eltern gehen.

Seit ich dich kenne, sind Küche und Herd jedoch untrennbar mit meinem Leben, denn du bewegst dich darin wie ein junger Gott. Ich habe nie jemanden kennengelernt, der sich in der Küche so geschmeidig bewegt, wie du. Ist es also nicht glasklar, dass wir uns über Küchenaktivitäten kennen- und vor allem lieben gelernt haben? Beim Plätzchen backen sind wir uns näher gekommen (Teigkneten kann eine so erotische Tätigkeit sein und ich kam mir ein wenig vor, wie Demi Moore in „Ghost“, als Patrick Swayze mit ihr zusammen einen Klumpen Lehm bearbeitet.

Jetzt sind es vier Jahre und ich bin dankbar und glücklich, dass es dich gibt. Ich will dich nicht missen, nicht einen Tag. Nicht dein Lachen, nicht deinen Humor. Deine Arme, deine Wärme, deine Nähe.

Ich bin glücklich und dankbar, wie wir uns jeden Tag aufs Neue füreinander entscheiden. Ich freue mich, dass unsere Lebensplanung in die gleiche Richtung geht und wir uns nicht rechtfertigen dafür, sondern sie einfach leben.

 

Kommentar schreiben

Kommentare: 0