Spotlight

Aus dem Radio dröhnt „Spotlight“ von Jennifer Hudson und ich denke an dich, einfach so, ein kurzer Flash.

Und plötzlich kommen mir zwei Erinnerungen hoch, die dich ins Rampenlicht meines Lebens gestellt haben.

Die erste ist, wie du, ein gut aussehender Hüne mit wehendem Haar auf einem Roller unsicher die kurvigen Straßen Kapstadt meisterst und mir bei der Suche nach meinem pinken Kaschmir-Schal hilfst. Nach 30 Minuten steigst du schweißgebadet ab und schwörst dich, nie wieder auf so ein Teil zu steigen. Nach einigen Überredungskünsten versuchst du es doch noch mal, in einer Tiefgarage, und demolierst den Außenspiegel. Du hast die Nase voll und schwörst, dich NIE NIE NIE wieder auf etwas mit nur zwei Räder zu setzen. Den Schal haben wir nie gefunden – und du hast mittlerweile deinen Motorradführerschein und ein tolles Bike in der Garage.

Die andere Erinnerung ist, wie wir mit deinem Liebsten durch Hamburg fahren. Nach einem schönen, unverhofften Abend bei euch daheim, bringt ihr mich im Cabrio zum Flughafen. Den Koffer habe ich auf dem Sitz neben mir, weil der Kofferraum zu klein ist für mein Riesenmonstrum. Ich lege also lässig einen Arm um meine rote Hartschale, ihr beiden sitzt vorn und Nena trällert laut etwas vom Leuchtturm. Ich denke zurück, wie wir uns getroffen haben, in Kapstadt, 10.000km von hier entfernt und wir beide waren auf der Suche nach der Liebe unseres Lebens. Und wie wir so durch diese Stadt, diese Perle fahren, weiß ich, dass wir sie gefunden haben. Deine sitzt neben dir und die meine schlummert in meinem Herzen und wartet auf mich, dass ich dem Flieger entsteige, zu dem du mich gerade bringst.

 

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