Zellteilung - Zahnlose Minka

Heute Morgen begrüßen mich 2 Ärmchen, die sich fröhlich aus dem Bett strecken. Dazu ein Lächeln, das schönste auf der ganzen Welt. Das sagt jede Mutter über das Lächeln ihres Kindes – was passiert, wenn eine Mutter 2 Kinder hat? Mir ist das egal am frühen Morgen, ein neuer Tag steht bevor.

Also, normale Morgenroutine, Windel der Nacht ausziehen, ein wenig flirten und mit den Beinchen wackeln, Stillen. Bäuerchen, Windel noch mal wechseln, weil nichts so großartig ist für dieses Kind wie in eine frische Windel zu kacken. Dann liegt es auf dem Rücken und erzählt mir was, für 1 Stunde oder so. Langsam fängt es an, sich wieder die Augen zu reiben – aha, denke ich, ganz die erfahrene Mutter, Kind wird müde. Juchu, denke ich, dann kann ich gleich duschen in aller Ruhe und mich für den Tag fertig machen. Also noch ein wenig Kind bespielt, Augen werden weiter gerieben, nicht ohne vorher mit den kleinen Fäustchen noch mal herzhaft durch den Mund gegangen zu sein. Ich wundere mich über die Menge Spucke, die heute aus meinem Kind kommt und nehme es als weiteren Schritt in der Entwicklung hin.

Zur „Morgenschläfchenzeit“ wird noch mal gestillt, das Kind schläft an der Brust ein und Erleichterung macht sich breit. Wenn es jetzt schläft, dann habe ich ca. 2 Stunden danach für mich. Also alles ganz in Ruhe angehen lassen, ein fast schlafendes Kind ins Bett gelegt und dann – nichts. Strahlendes Lächeln, mit viel Spucke und müden Augen. Vor allem aber keine Spur vom Schlafenwollen. Also Kind wieder raus aus dem Bett, mit in die Dusche genommen. Dann ab zum Frühstücken, dort hat das kleine Monster mit den kleinen Augen und dem riesigen Lächeln alle Menschen verzaubert. Mittlerweile ist es 6 Stunden wach, ich höre Babyratgeber aufjaulen und mich als schlechte Mutter bezeichnen. Wie kann man nur!? Vor allem, was mich am meisten wundert, sind diese 6 Stunden, die mit Faust im Mund verbracht worden.

„Es wird doch nicht zahnen?“ fragt mein Mann. Wird es? Mit 16 Wochen, also noch nicht mal ganz 4 Monaten? Ich werde nicht (ausnahmsweise mal) im Internet schauen, ob das sein kann. Ich werde mich nicht verrückt machen, ich bin ja vorbereitet. Nun ja, fast, immerhin habe ich einen Beißring im Kühlschrank. Panik macht sich breit. Was, wenn es heute Nacht passiert? Der Zahn durchbricht? Das Kind Fieber bekommt?

Gleich, wenn das Kind schläft, werde ich Zahngel kaufen. Und mittlerweile ist das Kind eingeschlafen. Und ich habe Zeit für mich…und schreibe Zahngel erst mal auf die Einkaufsliste.

 

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