Zellteilung - Angst

Woche 15 - ich und meine Ängste

 

Ich bin eigentlich kein ängstlicher Typ. Seit mein Kind da ist, habe ich jedoch viele Ängste. Ich sorge mich nicht so sehr um Babys Wohlergehen im klassischen Sinne, das wird schon. Ich habe aber zum Beispiel eher Angst, dass mein Kind von unserer Terrasse geklaut wird als dass es sich nen Schnupfen holt.

Ich hab Angst, dass mir beim Ausladen aus dem Auto der Hintern abgefahren wird.

Ich hab Angst, dass uns einer was Böses will.

Sagt das was über meinen Charakter (auch als Mutter) aus? Bin ich so von mir selber überzeugt, dass ich glaube, mein Kind vor den kleinen "Gefahren" des Lebens schützen zu können, aber dass es die großen sind, die mich einschüchtern, weil ich keinen Einfluss darauf habe?

Ich gebe wenig auf Ratschläge, Bücher oder Ängste anderer Mütter. Ich versuche wegzuhören, wenn sie ihre Horrorgeschichten erzählen, von Kindern, die mit zu viel Schmerzmittel behandelt werden oder zum Mittagsschlaf durch Schlafmittelchen „gezwungen" werden. Ich versuche, mich freizumachen von den „du musst" Sprüchen und suche meinen eigenen Weg - dem, der für mein Kind und mich am besten passt. Meistens ist dies jeden Tag sowieso ein neuer - auch, wenn man konsistent bleiben soll und immer wieder die gleiche Methode anwenden soll - wenn es heute klappt, muss es morgen noch lange nicht funktionieren und je mehr ich darauf dränge, konsistent zu sein, umso verspannter werde ich und auch mein Kind und dann wieder ich und dann wieder das Kind - und dann kommt die Angst wieder. Dass ich es nicht richtig mache. Dass ich nicht gut genug bin.

Und dann hörte ich neulich die Erlösung! Ich muss als Mutter nur 50Prozent richtig hinbekommen - und bin dann noch immer eine gute Mutter.

 

Kommentar schreiben

Kommentare: 0