Ich mache meinen Frieden...

Was ich in diesem Jahr gelernt habe?

 

Dass das Wünschen wieder hilft.

Und dass ich nicht allen gefallen muss.

 

Eigentlich würden diese zwei Zeilen für einen Jahresrückblick reichen. Reicht dir das, lieber Leser?

Nee, ich habe Mitteilungsbedarf und du gerade sooooo viel Zeit, dass wir uns ruhig ein wenig länger miteinander vergnügen können.

 

Also: was ich mir für 2012 gewünscht habe, ist wahr geworden. Wie ich das geschafft habe? Keine Ahnung. Aber auf jeden Fall habe ich immer fest dran geglaubt. Vor allem an mich und meine Kraft, die in mir steckt. An meine Energie und habe mich einmal für etwas entschieden und bin dann den Weg gegangen, der mich meinem Ziel näher bringt. Wenn eine Kurve auftauchte, bin ich nicht sofort umgedreht, sondern einfach weitergelaufen und habe geschaut, was sich hinter der Kurve verbirgt. An einer Weggabelung habe ich mich bewusst für einen Weg entschieden, wissen, dass ich auch, wenn dies nicht der richtige sein würde, auf jeden Fall die andere Richtung jederzeit einschlagen könnte – und auch würde.

Rückschläge einzustecken heißt nicht zwangsläufig zu versagen. Es bedeutet, sich zu besinnen und einen anderen Weg zu probieren, eine andere Methode. Aber nicht das Ziel aus den Augen lassen – und weitere daran zu glauben.

 

Aber Tante, was waren nun meine Ziele bzw. Wünsche für 2012?

 

Nun, zum einen wäre da mein Buch. 2x den Titel umgeschmissen, nur um dann mit so etwas bescheuerten und unkreativen wie „Schmidt happens“ um die Ecke zu kommen. Und dann bei Amazon.de über Andreas Schmidt zu landen, der mit genau dem gleichen Titel eine CD herausgebracht hat. Hier hätte mir eine Recherche vielleicht gut getan. Aber egal, mein Riesenego war größer als der Zweifel und der Wunsch nach Einzigartigkeit und so verlasse ich mich einfach darauf, dass ein pinkes Buchcover mit grüner Schrift anziehender wirkt als das Cover der Konkurrenz (eine Streichholzschachtel mit nur einem abgebrannten Streichholz) und mir Leser einbringt. In 27 Tagen habe ich es mit wenigen Verkäufen (10 Stück an der Zahl, davon 6 bei Amazon und die restlichen 4 bei anderen Anbietern) auf Platz 91 der Bestsellerliste im Bereich „Humor und Satire“ geschafft.

Aber das sind nur Zahlen – wie fühlt sich das an? Geil. Einfach nur geil, das kann man gar nicht anders sagen und jeder, der etwas anderes behauptet, lügt. Erfolg macht sexy und ich fühle mich wie die Göttin auf dem Olymp. Ich frage mich noch immer, wie ich mich fühlen werde, wenn es denn 100 Verkäufe sind und sich zu dieser Publikation eine weitere und noch eine weitere reiht. Geht es, sich noch großartiger zu fühlen, als ich es ohnehin schon tue? Nun, es kommt auf einen Versuch an…

 

Und zum Anderen? Ja, das andere. Ich wünschte mir ganz doll, bei jeder Sternschnuppe, bei jeder ausgefallenen Wimper ein Kind mit meinem Liebsten. Und siehe da, es sollte mir vergönnt werden. Ich bin im 3. Monat schwanger und werde in 6 Monaten Mutter. Ein spannendes neues Kapitel – über das ich schreiben werde oder auch nicht, das habe ich noch nicht entschieden. Erstmal will dieses neue Wesen willkommen geheißen werden und dann sehen wir weiter. Die Freuden des Werdenden-Mutterseins habe ich glücklicherweise komplett genießen können – ich musste nicht kotzen, mir war nicht schwindelig. Müdigkeit und Lustlosigkeit bestimmten zwar die letzten Wochen, was auch die Gründe für lange Schreibpausen sind, allerdings legt sich das nun langsam wieder und auch die Muse kommt zurück.

Auch hier strahle ich mit meinen mega-blonden Locken um die Wette. Schönes Haar ist mir gegeben – und so träller ich mich ins neue Jahr.

 

Und was hat es mit der Erkenntnis auf sich, dass mich nicht jeder mögen muss? Nun ja, trotz all dem schönen, was mir widerfahren ist in diesem Jahr (und dies waren nur meine beiden Highlights) gibt es doch immer Neider. Solche, um die es nicht schade ist und solche, die man eigentlich gern auf seiner Seite hätte. Und gelernt habe ich, dass eben auch die, die ich gern auf meiner Seite hätte, nicht umkrempeln kann und dass mich eben nicht jeder mag. So wie ich nicht jeden mag. Auch das ist eine gute Erkenntnis und so mache ich meinen Frieden. Für dieses Jahr.

 

Bleib mir treu. Und sei gespannt. Und wünsch dir was! Es wirkt...

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Kommentare: 1
  • #1

    Frank J. (Sonntag, 20 Januar 2013 03:49)

    Oh schön. Herzlichen Glückwunsch!
    Dann lassen wir das wohl in diesem Jahr mit dem Skate-Marathon oder?
    Viele Grüße ans andere Ende der Welt und auch an den Pelz
    F.